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Sachsen 2020 - Zukunftskongress

Inhalt

Sachsen 2020: »Wirtschaft und Beschäftigung«

Wettbewerbsfähiger Standort

Sachsen 2020 – Das Ziel

Die sächsische Wirtschaft wächst überdurchschnittlich und ist wettbewerbsfähig. Die Unternehmen sind innovativ, d.h. sie entwickeln technologische Neuerungen selbst oder neh-men Innovationen auf, die auf dem Markt angeboten werden. Die Einrichtungen der regionalen bzw. lokalen Wirtschaftsförderung identifizieren und fördern lokale sowie regionale Stärken im Sinne einer von innen heraus getragenen Entwicklung.

Die Ausgangssituation

  • Sachsens Unternehmen brauchen mehr eigene Forschung und Entwicklung (FuE) sowie bessere Nutzbarmachung von FuE-Ergebnissen; Bedarf ergibt sich aus technischem Fortschritt und Globalisierung und der Bedeutung des Exports
  • Unternehmenslandschaft ist nach wie vor von kleineren Unternehmen geprägt
  • Bündelung und Vernetzung (»Clusterbildung«) bieten für Mittelstand eine Chance, an der technologischen Entwicklung teilzuhaben
  • Sachsens Regionen sind wirtschaftlich unterschiedlich stark, es gilt, neben Großstadtregionen auch kleinstädtische oder ländliche Regionen zu stärken

Die Umsetzung

  • Gegebene Fördermöglichkeiten werden ausgeschöpft – für Wachstum bestehender Unternehmen und Ansiedlungen
  • Daneben mittel- und langfristig größere Bedeutung so genannter revolvierender Fonds; dient auch der Bindung von EU-Mitteln 
  • Breite Innovationsförderung durch steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung sowie von FuE-Aufträgen kleiner und mittlerer Unternehmen sollte ermöglicht werden
  • Ausweitung der Risikokapitalförderung mit Hilfe von EU-Mitteln und privatem Kapital
  • Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Tschechien und Polen
  • Bildung und eine kooperative sowie flexibel arbeitende Verwaltung unterstützen wirtschaftliche Entwicklung Sachsens.

Mehr Beschäftigung

Sachsen 2020 – Das Ziel

Die Arbeitslosigkeit ist niedrig und die Wirtschaft im Freistaat hat genügend Nachwuchskräfte sowie qualifiziertes und motiviertes Personal.
 
Die Ausgangssituation
  •  Wachsender Fachkräftebedarf (Bevölkerungsentwicklung, technischer Fortschritt, Globalisierung)
  • Fachkräfte müssen verfügbar sein oder nach Sachsen kommen und nicht in andere Regionen ab- oder weiterwandern. Sachsen braucht abgewanderte Leistungsträger und zusätzlich ausländische Fachkräfte
  • Politik muss zudem auf gering qualifizierte Arbeitskräfte, Langzeitarbeitslose und ältere Arbeitslose ausgerichtet sein. Dabei schützt Qualifizierung am Besten vor Arbeitslosigkeit.
  Die Umsetzung
  • Pilotprojekt zu Qualifizierungsgutscheinen (staatliche Hilfen für Qualifizierung in Unternehmen) für gering qualifizierte Personen
  • Junge arbeitslose Erwachsene mit Berufsausbildung sollen eine Zusatzqualifikation erwerben können und dabei beraten und gefördert werden.
  • Sachsen setzt sich dafür ein, Hemmnisse für diejenigen abzubauen, die im Alter länger arbeiten möchten
  • Sachsen setzt sich für gezielte Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland ein und begleitet Zuwanderung durch Integrationsmaßnahmen
  • Junge Menschen und Unternehmen werden stärker für Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt für Fachkräfte sensibilisiert (z.B. Fachkräfteinformationssystem)
  • Gezielte Förderung von Existenzgründungen als Impuls für Beschäftigung und in Form finanzieller, aber auch beratender Unterstützung
  • Aktivitäten zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie im Bereich der Berufs- und Studienorientierung.

Zukunftsfähige Energieversorgung

Sachsen 2020 – Das Ziel

Sachsen ist Energieland. Energieeinsparung und klimafreundliche, alternative sowie stärker dezentrale Energieerzeugung haben Sachsen unabhängiger von Energieimporten gemacht. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die heimische Braunkohle.  

Die Ausgangssituation
  • Energiepreise dürften langfristig und tendenziell weiter steigen
  • Sichere, bezahlbare und umweltgerechte Energieversorgung wird für Sachsen von entscheidender Bedeutung sein
  • Moderne Energieversorgung (inkl. erneuerbare Energien) und Energieeffizienz sind Chancen für Sachsen; gute energiewirtschaftliche und technologische Voraussetzungen sowie anerkannte Hochschulen mit Potenzial im Bereich Energie
  • Braunkohle sichert Grundlast; Strom in Sachsen wird zu 80 % aus Braunkohle erzeugt; geringere Abhängigkeit von Energieimporten.
Die Umsetzung
  • Ausgewogener Energieträgermix (Schwerpunkte: heimische Braunkohle und heimische erneuerbare Energien) bleibt erhalten
  • Nutzung erneuerbarer Energien wird intensiv gefördert; hohes Potenzial von Geothermie und Biomasse soll mehr ausgeschöpft werden
  • Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch in Sachsen soll bis 2020 auf mindestens 24 % erhöht werden
  • Energieforschung in Sachsen wird gestärkt; gute Ansatzpunkte bei Kraftwerkstechnologien (CO2-Abscheidung), energetischer und stofflicher Nutzung von Kohlenstoffträgern oder Fotovoltaik
  • Sachsen befürwortet Kompetenzzentrum für Ressourcen, dessen Ergebnisse Unternehmen zur Verfügung gestellt werden.

Leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur

Sachsen 2020 – Das Ziel

Sachsen verfügt über eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur. Sie bietet eine gute Anbindung der Regionen an die großen sächsischen Zentren und eine gute überregionale Anbindung Sachsens vor allem an die deutschen und europäischen Metropolregionen. Mit seinem Anteil an Elektroautos ist Sachsen Vorreiter unter den deutschen Ländern.

Die Ausgangssituation
  • Sachsen hat höchste Schienennetzdichte aller Länder; überörtliches Straßennetz von mehr als 13 000 km; gute Erschließung durch Strecken- und Liniennetz des ÖPNV
  • Leipzig/Halle als großes Luftfrachtdrehkreuz, das in den nächsten Jahren weiter wachsen wird
  • Stark wachsender Personen- und Güterverkehr, auch international, daher brauchen Sachsens Regionen bessere Anbindungen an die sächsischen Zentren sowie Sachsen eine bessere Anbindung an deutsche und europäische Metropolregionen
  • Demografische Entwicklung, Klimaschutz, Abhängigkeit vom Erdöl und die Bedeutung Sachsens als EU-Transitland bleiben Herausforderungen für Verkehr und Mobilität.
Die Umsetzung
  • Sachsen tritt für hochleistungsfähige Schienenverbindungen von den Nord- und Ostseehäfen über Berlin und Dresden nach Prag und nach Südosteuropa sowie eine entsprechende Ost-West-Verbindung ein
  • Sachsen macht sich für flächendeckendes Schienenverkehrsangebot stark; Chemnitz, Zwickau und Plauen sollten im ICE-Standard angebunden werden
  • Die Zahl der Straßenverbindungen zu den Nachbarländern Tschechien und Polen soll weiter erhöht werden
  • ÖPNV-Finanzierung sichert die ÖPNV-Leistungen und unterstützt wirtschaftliches Verhalten; Anschaffung von umweltfreundlichen Transportmitteln wird weiterhin unterstützt
  • Markt für Elektromobilität und Infrastruktur für Elektroautos soll sich entwickeln; Sachsen treibt eine Initiative Elektromobilität voran.

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