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Sachsen 2020: »Bildung und Lernen«

Bestmögliche frühkindliche und schulische Bildung

Sachsen 2020 – Das Ziel

Jedes Kind in Sachsen kann seine individuellen Fähigkeiten, Stärken und Talente bestmöglich entwickeln. Der Leistungsgedanke hat einen hohen Stellenwert. Wissenserwerb, Kompetenzentwicklung und Werteorientierung sind durchgängige Prinzipien in allen Unterrichtsfächern. Eine intensive Berufs- und Studienorientierung unterstützt Schüler und Eltern beim Übergang in Ausbildung und Studium.  

Die Ausgangssituation
  • Bildung als hohes und erstrebenswertes Gut, das Sinn und kulturelle Identität stiftet
  • Bestmögliche Bildung inklusive sozialer Kompetenz und Kreativität sind Grundlage für Chancengerechtigkeit, für Innovationsfähigkeit sowie sozialen Zusammenhalt; Fundamente werden in der frühkindlichen Bildung und Förderung gelegt
  • Gute Voraussetzungen Sachsens; PISA und andere Ergebnisse zeugen bereits von hoher Qualität   
  • Einstellungsbedarf für junge Lehrer steigt stark an.
Die Umsetzung
  • Gemeinsamer Bildungsplan für Kinder bis zum 10. Lebensjahr
  • Sprachstandserhebungen und Sprachförderung im Vorschulalter; bessere Personalausstattung und Professionalisierung für frühkindliche Bildung
  • MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) werden weiterhin betont; Frühförderung knüpft an die Erfahrungs- und Erlebniswelt der Schüler an, u. a. mit Angeboten wie dem »Haus der kleinen Forscher« 
  • Demokratische und kulturelle Bildung und Erziehung durch demokratische Schulkultur und Strategien zur politischen Bildung
  • Anteil der Schüler ohne Abschluss wird deutlich verringert (Schülercamps, Schulversuche wie »Praktisches Lernen«)
  • Stärkung der Lehrerausbildung, zusätzliche Referendar- und Lehramtsanwärterstellen.

Chancengerechte Bildungswege

Sachsen 2020 – Das Ziel

Das sächsische Schulsystem garantiert Chancengerechtigkeit. Hochwertige und auf die Bedürfnisse vor Ort abgestimmte Bildungsangebote sind Basis für erfolgreiche Bildungsbiografien. Lehrkräfte und Schulleitungen arbeiten eigenverantwortlich in Schulen. Eltern und andere Partner gestalten das Schulleben aktiv mit. Die Bildungsgänge der verschiedenen Schularten sind durchlässig. Das Schulnetz ist auch in dünner besiedelten Räumen gesichert.  

Die Ausgangssituation
  • Durchlässigkeit und Anschlussmöglichkeiten zwischen Bildungswegen spielen wesentliche Rolle (Verzahnung von vorschulischer Bildung in Kita und Grundschule; zwei Wege zur Hochschulreife)
  • Potenziale zur Qualitätsentwicklung der Schulen müssen genutzt und Eigenverantwortung gestärkt werden
  • In Ober- und Mittelzentren werden die Schülerzahlen bis 2020 relativ stabil bleiben; in ländlichen Regionen dagegen Rückgang der Schülerzahlen.
Die Umsetzung
  • Enge Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen und Grundschulen, Kooperationsmodell „Bildungshäuser“
  • Zweigliedrigkeit mit Mittelschule und Gymnasium stärkt Chancengerechtigkeit
  • Mehr Eigenverantwortung der Schulen in Bezug auf Schulprofil; eigene Budget- und Personalentscheidungen; Schulleitungen werden dafür gezielt unterstützt
  • Ganztagsschulen dienen individueller Förderung; Beitrag zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Intensivere Zusammenarbeit zwischen Schulen und Eltern bzw. Kitas und Eltern.

Erfolgreiche Hochschulen

Sachsen 2020 – Das Ziel

Sachsens Hochschullandschaft ist vielfältig, gut ausgestattet und attraktiv. Die Hochschulen nehmen ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft wahr, arbeiten eng und mit anderen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen zusammen und sind im nationalen wie internationalen Wettbewerb erfolgreich.

Die Ausgangssituation

  • Vielfältige Hochschullandschaft in Sachsen, ausgeprägte technische sowie kultur- und geisteswissenschaftliche Schwerpunkte
  • Bevölkerungsrückgang in den kommenden Jahren bei steigenden Studentenzahlen in westdeutschen Ländern
  • Sachsens Hochschulen stehen vor einem Wandel; stärkerer überregionaler und internationaler Wettbewerb um Wissenschaftler, Geld und Renommee
  • Prozess der Differenzierung und Vernetzung wird in neue Hochschulstrukturen münden.

Die Umsetzung

  • Stärkung von Freiheit und Eigenverantwortung der Hochschulen in Bezug auf strategische Ausrichtung, Finanzen und Personal; »echte« Globalfinanzierung
  • Einzelne Exzellenz-Einrichtungen müssen internationale Spitzenplätze belegen; ergänzend Hochschulen bzw. Einrichtungen, die sich am nationalen oder regionalen Wettbewerb bzw. Bedarf ausrichten; besondere Rolle der Fachhochschulen und Berufsakademien
  • Vermehrte Cluster-Bildung, also Zusammenarbeit von Hochschulen und Forschungseinrichtungen untereinander wie auch mit der Wirtschaft
  • Hochschulen sollten langfristig Tarifverträge für wissenschaftliches Personal abschließen können; mehr Spielräume für Vergütung der Professoren
  • Unterstützung von Existenzgründungen aus Hochschulen heraus
  • Verzicht auf Studiengebühren bis Masterstudium
  • Neue Impulse und Organisationsformen für Lehramtsausbildung.

Lebenslanges Lernen

Sachsen 2020 – Das Ziel

Lebenslanges Lernen ist für viele Menschen in Sachsen in ihrem beruflichen und privaten Umfeld selbstverständlich und befördert nicht nur die berufliche, sondern auch die kulturelle und soziale Kompetenz sowie die Persönlichkeitsentwicklung. Offene Bildungseinrichtungen verschiedener Träger bieten ein qualitativ hochwertiges Angebot.

Die
Ausgangssituation
  • Lebenslanges Lernen ist eine Leitidee; umfassende Bildung von der Kindheit bis ins Seniorenalter
  • Beruflicher Weiterbildung kommt besondere Bedeutung zu
  • kürzere technologische Zyklen, Wettbewerb und Erfordernisse moderner Kommunikation und Führung 
  • Bürger, Wirtschaft und Verwaltung stehen gemeinsam in der Verantwortung.

Die Umsetzung

  • Bereits in frühkindlicher Bildung werden Voraussetzungen für das Lebenslange Lernen geschaffen
  • Sachsen öffnet Schulen und Hochschulen in größerem Maße für Lebenslanges Lernen
  • Speziell Angebote für sozial schwache und bildungsferne Schichten
  • Qualitätsstandards und Qualitätsmanagement der Bildungsangebote sollen ausgeweitet werden
  • Sachsen setzt sich für Formen des Bildungssparens z.B. im Rahmen der Vermögensbildung ein.